Foto: Hubert Bleyer

Waldkirch (hbl), April 2018
Fotos: Hubert Bleyer

Das Historische Marktplatzfest hat volle Fahrt aufgenommen

Der Festausschuss des Fanfarenzug Schwarzenberger Herolde hat das Ruder fest im Griff – Ziel ist der 27. bis 29. Juli

Das 9. Historische Marktplatzfest hat schon volle Fahrt aufgenommen, auch wenn es erst vom 27. bis 29. Juli seine Zelte aufschlagen wird. Der Festausschuss mit Clemens Brucher an der Spitze steckt seit Monaten mitten im Thema und bereitet in immer kürzeren Intervallen Südbadens größtes Mittelalterfest vor. Der Ehrgeiz ist dieses Mal umso größer, denn das Fest soll zu einem der Höhepunkte der Heimattage Baden-Württemberg werden.

Der Aufbruch und zumindest gedankliche Reise für das Historische Marktplatzfest hat schon längst begonnen. Das Ziel haben alle klar vor Augen, der 27. – 29. Juli. Der Ankunftsort ist auch schon definiert. Es ist wieder die Innenstadt erweitert um die Allee bei der Elz. Und was erwartet die Reisenden und Gäste? Am Freitag, 27. Juli findet ab 19.00 Uhr in der Allee das Festival der Spielleute statt. Nach dieser Einstimmung wird am Samstag Erzherzog Ferdinand II. erwartet, dem von 14.00 bis 24.00 Uhr ein rauschendes Fest in der Innenstadt geboten wird. Weiter gefeiert wird am Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr, ehe der Erzherzog weiterziehen wird.
Auch wenn es bereits das 9. mittelalterliche Spectaculum sein wird, es ist auch neuerdings wieder eine immense Herausforderung für den veranstaltenden Fanfarenzug Schwarzenberger Herolde e.V., der von der Stadt Waldkirch als Mitveranstalter mit städtischen Leistungen unterstützt wird. Der Fanfarenzug kann dies nur bewältigen, in dem er einen 17-köpfigen Festausschuss eingerichtet hat, um das vielfältige Aufgabenfeld abdecken zu können. Denn ein Mittelalterfest hat doch einen eigenen Charakter und Anforderungsprofil mit einer Vielzahl ganz unterschiedlicher Akteure und Mitwirkenden.

Weichen sind gestellt – das Grundgerüst steht
Seit Monaten werden im Festausschuss die Weichen gestellt. Erst vierteljährlich, jetzt monatlich und dann sogar in kürzeren Abständen treffen sich die Verantwortlichen. Sie belagern dabei das obere Burgzimmer im „Bayersepple“, das den Fanfarenzug bei der Verpflegung der Mitwirkenden mit unterstützen wird. Erwartet werden über 1.000 Teilnehmer aus dem In- und Ausland, um den vielgereisten Gästen eine tolle Zeitreise in das Mittelalterleben bieten zu können. Angesprochen werden sollen dabei insbesondere die Familien und Kinder. Gerade im Jahr der baden-württembergischen Heimattage 2018 in Waldkirch, will der Fanfarenzug zusammen mit der Stadt Waldkirch und Oberbürgermeister Roman Götzmann ein besonders guter Gastgeber sein.

Schlagkräftige Mannschaft am Ruder
Clemens Brucher ist der Mann am Steuer und hat wieder eine schlagkräftige Mannschaft um sich geschart. Die Aufgabenbereiche und Ziele wurden festgelegt, danach die Personen gesucht, die mit am Ruder ziehen. Alte Gesichter aber auch neue haben sich mit auf den Weg in das tiefe, finstere aber auch heitere und fröhliche Mittelalter gemacht. Wie schon erwähnt, erst wurde relativ langsam gerudert, der Rhythmus wurde gesucht und jetzt wird die Schlagzahl immer mehr erhöht. Wichtig ist dabei, die richtige Linie beizubehalten und nicht vom Weg abzukommen. Denn alles soll rechtzeitig für den Erzherzog Ferdinand II. fertig sein, der vor 450 Jahren erstmals im Jahre 1567 in Waldkirch auf seiner Reise zum Freiburger Landtag hier einzog.

Eine Vielzahl von Aufgaben – verteilt auf viele Schultern
Ein Markenzeichen des Historischen Marktplatzfestes wird das Landsknechtslager in der Allee sein. Damit alle rechtzeitig ihre Zelte aufgeschlagen haben werden, sorgt Torsten Rombach. Er ist gleichzeitig der Verantwortliche für den Kinderbereich, der zu einem Schwerpunkt werden soll. Nach der erfolgreichen Premiere vor drei Jahren soll es vor allem ein Fest für die Familien werden. Um sich hier wohl zu fühlen, dürfen sich die Kinder schon jetzt auf das Kinderritterturnier der Erbsengilde freuen. Hand in Hand gehen die Verpflichtungen der Handwerker und Händler, die teilweise ihre Handwerkskünste vorführen sollen. Gerhard Fischer hat schon die Fäden gesponnen und einige an Land gezogen. Ihm zur Seite steht erstmals Peter Kern.
Nicht wegzudenken sind die Gaukler, Spielleute und historische Musikgruppen. Eingeführt von Clemens Brucher arbeitet sich Gabi Dorner in dieses Gebiet ein und führt die entsprechenden Verhandlungen. Sie übernimmt wie bisher auch die Dekoration des Festgeländes. Unterstützung für eine mittelalterliche Kleidung gibt Barbara Kern durch eine Gewandberatung. Die Absprache mit den beiden Stadtpfarrern über einen ökumenischen Gottesdienst hat Carmen Schmieder übernommen.

Vom Wagenradziehen bis zur Bewirtung
Eine Waldkircher Besonderheit ist das legendäre Wagenradziehen in der Spielarena des Marktplatzes, das einmal mehr von Stefan Mack vorbereitet wird. Als Fanfarenzug will dieser natürlich auch einige Fanfarenzüge zum Spielen in die Kandel- und Orgelstadt locken. Dass alles in einem schlüssigen Programmablauf endet, dafür sorgt wie gewohnt Petra Fessler, die gleichzeitig das Festbüro übernimmt.
An den drei Tagen und auch davor muss technisch und von der Infrastruktur alles passen. Es gibt wohl keine erfahrerene Person als Roland Wehrle, der am Fest selbst als Technischer Leiter die Fäden in der Hand haben wird.
Damit es keine hungrigen und durstigen Mäuler geben soll, hat Peter Stebe den Kontakt zu externen und historischen Bewirtungsständen aufgenommen. Zugleich hat er sich der Abstimmung eines Sicherheitskonzeptes angenommen. Die Mitwirkenden und aktiven Teilnehmer müssen irgendwo untergebracht werden. Um die Unterkünfte und Hallenbelegungen hat sich erstmals Tobias Lansche angenommen. Matthias Schmieder sorgt sich um den Bewirtungsstand der Helfer, setzt ein von Peter Stebe neu ausgedachtes Bewirtungskonzept mit Peter Ginter vom „Bayersepple“ um.
Ohne Moos nichts los, heißt ein bekanntes Sprichwort. Um dem sehr hohen, anspruchsvollen Stand des besten Mittelalterfestes in Südbaden gerecht zu werden, ist eine solide Finanzierung notwendig. Um diese kümmert sich der Vereinsvorsitzende Martin Stauffer und am Fest selber Gabi Adam-Mack.

Festschrift und Werbung
So wie das Fest selbst hat sich auch die Festschrift seit 1994 zu einer mehr als lesbaren Lektüre ständig weiter entwickelt. Erstmals werden Anika Fuchs und Barbara Kern die Redaktion übernehmen. Für die Anzeigen steht ebenso ein neues Gesicht gerade. Anita Schleer übernimmt die Aufgabe der Anzeigenwerbung für die Festschrift.
Damit alles ins rechte Licht gerückt wird, dafür steht Hubert Bleyer für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zudem kümmert er sich zusammen mit Clemens Brucher um die Druckwerke wie Prospekte, Plakate und die gestalterische Umsetzung in der Werbung. Nicht mehr wegzudenken ist das Medium Internet, dem sich Roland Siehl verschrieben hat.
Dass alle Mitglieder des Festausschusses in die richtige Richtung, mit der nötigen Ruhe, aber trotzdem notwendigen Schlagkraft rudern, dafür sorgt der Steuermann, Clemens Brucher als Leiter des Festausschusses. Er hat alles fest im Blick, steuert, gibt die Kommandos. Ihm obliegt neben der Gesamtleitung auch das Sponsoring, denn ohne die Unterstützung der Firmen wäre ein Fest in dieser hohen Qualität nicht möglich. Mit dem jetzigen Stand der Vorbereitungen zeigt sich der erfahrene Clemens Brucher zufrieden, wenngleich die ganz intensive Phase noch bevorsteht. Doch das Schiff fährt volle Kraft voraus, das Historische Marktplatzfest hat er bereits in Sicht, der Anker wird am 27. Juli mit der Festeröffnung geworfen.

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